Eine kleine Insel mit zwei völlig verschiedenen Urlauben darauf. Dazwischen liegt etwa ein Kilometer — und etwa sechs Stunden Schlaf.
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Auf Phi Phi Don gibt es überhaupt keine Autos. Alles ist entweder vom Pier aus zu Fuß erreichbar oder wird per Longtailboot angefahren, und diese eine Tatsache ordnet die ganze Insel. Auf der flachen Landenge in der Mitte liegt das Dorf Tonsai, eingeklemmt zwischen zwei Buchten: Tonsai Bay mit dem Fähranleger und Loh Dalum auf der anderen Seite.

Abseits dieser Landenge trennt steiler Dschungel die Buchten. Sie zu erreichen bedeutet eine Bootsfahrt, deshalb geht es bei der Wahl gar nicht darum, welcher Strand der schönste ist. Es geht darum, ob Sie zum Abendessen laufen oder hingefahren werden wollen.
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Tonsai ist ein dichtes kleines Labyrinth aus Gästehäusern, Tauchschulen, Tattoostudios, Bäckereien und Bars. Es hat mit Abstand die günstigsten Zimmer, die ganze Auswahl beim Essen, und jedes Boot legt vor der Haustür ab. Wer zum Tauchen kommt, Leute treffen oder ausgehen will, wohnt hier richtig.
Es ist aber auch wirklich laut. Die Bars an der Loh Dalum machen Feuershows und Musik bis in die frühen Stunden, und der Schall trägt über das flache Gelände in fast das ganze Dorf. Zimmer am Rand und den Hügel hinauf sind ruhiger, und Ohrstöpsel sind hier kein Scherz. Long Beach (Hat Yao), zwanzig Gehminuten oder fünf per Boot südöstlich, ist der Kompromiss: noch zu Fuß erreichbar, mit besserem Badewasser und deutlich weniger Lautstärke.

Nördlich der Küste liegen die Resortbuchten. Loh Bagao ist ein langer, geschwungener Strand mit einer Handvoll größerer Hotels und sonst fast nichts. Laem Tong an der Nordspitze ist die gehobenste Ecke der Insel, mit dem klarsten Wasser und einer kleinen Seenomaden-Siedlung als einzigem Dorf.
Beide erreicht man per Longtail vom Pier, was zwanzig bis dreißig Minuten dauert und pro Boot abgerechnet wird. Das ist der Handel: vollkommene Ruhe, aber jedes Abendessen findet entweder im Hotel statt oder liegt eine Bootsfahrt entfernt. Für Flitterwochen oder eine Woche Nichtstun genau richtig. Für einen ersten Besuch mit knappem Budget nicht.

Long Beach als Kompromiss oder Loh Bagao und Laem Tong im Norden, wenn Sie Stille wollen und einen Bootstransfer in Kauf nehmen.
Wenn Sie Essen, Tauchschulen und Nachtleben vor der Tür wollen, ja — es ist zugleich der günstigste Teil der Insel. Rechnen Sie nur mit Musik bis spät.
Die Nordbuchten schon, mit ruhigem Wasser und Platz. Das Dorf nicht: es ist eng, nachts laut und hat keinen Strand, der den Namen verdient.
Zu Fuß im Dorf und drumherum, sonst überall per Longtailboot. Autos, Motorräder oder Taxis gibt es auf der Insel nicht.
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