Thailand hat zwei Küsten mit zwei verschiedenen Wetteruhren. Diesen Unterschied zu verstehen ist das nützlichste Stück Reisewissen im ganzen Land.
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Thailands Strandwetter verwirrt aus einem einfachen Grund: Die beiden Küsten des Landes haben nahezu entgegengesetzte Regenzeiten. Die Andamanenseite — Phuket, Krabi, Koh Lanta — bekommt den Südwestmonsun von Mai bis Oktober ab, wenn ihre See rau und ihr Himmel grau wird. Viele lesen von der Regenzeit in Thailand und nehmen an, das ganze Land stehe unter Wasser.
Die Golfküste läuft andersherum. Geschützt vor dem Südwestmonsun bleiben Ban Krut, Koh Samui, Koh Tao und Koh Phangan durch den europäischen Sommer weitgehend trocken, mit nur kurzen Gewittern. Ihr Regen kommt spät, mit dem Nordostmonsun: Oktober bis Dezember ist das nasse Fenster des Golfs, und im November–Dezember wird die See um die Inseln richtig rau. Die Faustregel: November bis April eher Andamanenküste oder den Golf in der Trockenzeit; Mai bis September ist der Golf klar die bessere Küste.
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Erster Akt, Dezember bis April: die klassische Trockenzeit. Nachdem der Regen im Dezember abklingt, richtet sich die ganze Golfküste in Sonnenschein, ruhiger See und Brisen ein — die Postkartenmonate, und die vollsten. März und April werden heiß, oft über 33°C, bevor die ersten Gewitter des Jahres den Wechsel ankündigen.
Zweiter Akt, Mai bis September: der stille Triumph des Golfs. Während die Andamanenseite ihre täglichen Güsse bekommt, bleibt der Golf meist trocken — heiße Tage, grüne Landschaften und kurze, dramatische Abendgewitter, die schnell abziehen. Besonders Juni bis August ist hier weit trockener, als die meisten Besucher erwarten — darum sind die Golfinseln die kluge Wahl für Sommerurlauber.

Der dritte Akt ist die Abrechnung. Ab Oktober drückt der Nordostmonsun Regen auf die Golfküste, und Oktober bis Dezember ist ihre nasseste Phase — mal sanfte graue Tage, mal richtige mehrtägige Güsse. Auf den Inseln kommen im November und Dezember raue See dazu: Fähren werden holprig oder fallen aus, Tauchboote bleiben drin, und die Strände verlieren ihren Glanz.
Abschreiben muss man die Zeit nicht — der Regen fällt oft in Schüben mit hellen Lücken, die Preise sinken und die Menge dünnt aus —, aber es ist das eine Fenster, in dem die Andamanenküste objektiv die bessere Strandwahl ist. Liegen die Reisedaten fest im November, lieber Phuket oder Krabi erwägen; liegen sie fest im Juli, das Gegenteil tun und an den Golf kommen.

| Januar | Trocken und luftig am ganzen Golf — überall ausgezeichnet |
| Februar | Trocken, sonnig, ruhige See — Spitzenbedingungen |
| März | Heiß und trocken; beste Sicht rund um die Inseln |
| April | Heißester Monat, weiter trocken — Songkran-Feste |
| Mai | Heiß mit ersten Abendgewittern; weiterhin eine gute Wahl |
| Juni | Weitgehend trocken und still — unterschätzter Monat |
| Juli | Warm, meist trocken, kurze Schauer — gutes Golfwetter |
| August | Warm mit kurzen Gewittern; weit trockener als die Andamanenküste |
| September | Mehr Schauer, aber noch viel Sonne |
| Oktober | Der Regen kommt — das nasseste Fenster beginnt |
| November | Nass, und die See um die Inseln wird rau — der Tiefpunkt des Golfs |
| Dezember | Regen lässt im Monatsverlauf nach; die Trockenzeit kehrt spät im Monat zurück |
Oktober bis Dezember. Anders als die Andamanenseite bleibt der Golf von Dezember bis April und wieder durch den Großteil von Juni bis August weitgehend trocken.
Im Großen und Ganzen ja. Phukets Regenzeit läuft Mai bis Oktober; Samui und seine Nachbarn bleiben dann meist trocken, ihr eigener Regen kommt ab Oktober.
Den Golf, eindeutig — Ban Krut, Samui, Tao und Phangan sind dann weitgehend trocken, während die Andamanenküste mitten im Monsun steckt.
Ja, aber mit realistischen Erwartungen: Es ist das nasseste, raueste Fenster, und Fähren wie Tauchtouren können gestört sein. Für garantiertes Strandwetter in diesem Monat ist die Andamanenseite die sicherere Wahl.
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