SIM-Karte, eSIM und WLAN — was funktioniert, was es kostet und was du getrost weglassen kannst.
Thailand hat schnelles und günstiges mobiles Internet. Eine Touristen-SIM kostet weniger als ein Mittagessen zu Hause, und du bist online, sobald du die Ankunftshalle verlässt. Schwierig ist nicht die Technik — sondern die Wahl zwischen zwanzig fast identischen Paketen.
Du bleibst weniger als zwei Wochen und willst nur Karten, Nachrichten und etwas Streaming? Kauf eine Touristen-SIM am Flughafen, wenn du landest. Das dauert zehn Minuten, kostet rund 300 bis 700 Baht, und die Sache ist erledigt.
Lieber schon vorher geregelt? Dann kauf eine eSIM vor dem Abflug. Das Handy funktioniert in der Sekunde, in der das Flugzeug landet, und du sparst dir die Schlange.

Eine physische SIM ist am günstigsten und überall erhältlich. Der Nachteil: Du musst die Karte wechseln — und deine heimische SIM unterwegs sicher aufbewahren.
Eine eSIM kaufst du online und aktivierst sie per QR-Code. Sie braucht ein einigermaßen neues Handy, dafür bleibt deine Nummer von zu Hause parallel aktiv, sodass Bank-TANs und Nachrichten weiter ankommen. Für die meisten Reisenden ist das heute die bessere Lösung.
Am Flughafen: AIS und True haben Schalter in der Ankunftshalle in Suvarnabhumi, Don Mueang, Phuket und Samui. Am teuersten, aber am einfachsten — das Personal richtet alles ein.
Im 7-Eleven: gibt es in jeder Stadt, auch in Ban Krut. Günstiger als am Flughafen, aber weniger Auswahl, und beim Einrichten kann man dort nicht immer helfen.
Online vor dem Abflug: eSIMs kommen per E-Mail. Erst nach der Landung aktivieren — die Laufzeit beginnt in der Regel mit der Aktivierung.
Die Preise unten entsprechen dem Stand August 2026 und sollten vor dem Kauf geprüft werden, denn die Anbieter ändern ihre Pakete häufig.
AIS verkauft Touristenpakete ab etwa 299 Baht für acht Tage mit 15 GB. True hat Tarife ab rund 449 Baht für acht Tage mit unbegrenztem Datenvolumen. Für einen ganzen Monat rechne mit etwa 700 bis 1.200 Baht. Zum Vergleich: Roaming mit einem europäischen Vertrag außerhalb der EU kostet ein Vielfaches.
Jede SIM-Karte in Thailand muss auf eine Person registriert werden. Das ist thailändisches Gesetz, kein Verkaufstrick. Halte den Pass bereit — auch im 7-Eleven.
Kaufst du eine eSIM online, übernimmt der Anbieter die Registrierung.

In Städten, entlang der Küste und auf den größeren Inseln sind 4G und 5G stabil. AIS hat traditionell die beste Abdeckung auf dem Land, und das merkt man, sobald man die Touristenpfade verlässt.
Auf kleinen Inseln, in Nationalparks und in den Bergen kann das Signal ganz verschwinden. Lade deine Region vorher in Google Maps für die Offline-Nutzung herunter — das ist die eine Sache, die man später bereut vergessen zu haben.
Fast jede Unterkunft hat kostenloses WLAN, die meisten Cafés ebenfalls. Die Geschwindigkeit reicht für alles außer großen Downloads.
Denk daran: Offene Netze sind offen. Erledige Bankgeschäfte und anderes Sensibles nicht über Hotel-WLAN, es sei denn, du nutzt ein VPN.
Ehrliche Antwort: nicht, um in Thailand ins Internet zu kommen. Das funktioniert einwandfrei, und die Seiten, die die meisten Reisenden brauchen, sind frei zugänglich.
In zwei Fällen ist ein VPN wirklich nützlich. Willst du Fernsehen von zu Hause sehen, sind diese Dienste im Ausland geosperrt, und ein VPN ist der einzige Weg. Und wenn du offenes Hotel- oder Flughafen-WLAN für etwas Sensibles nutzt, verschlüsselt ein VPN die Verbindung.
Wenn du nur Google Maps und Messenger brauchst, spar dir das Geld.
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